Intersolar wächst weiter
Weltgrößte Solarmesse feiert Debüt in München
Die Fachmesse „Intersolar“ hat sich zwischen 12. und 14. Juni 2008 erneut als international führende Plattform der Solarindustrie bewiesen. Über 50.000 Besucher aus 50 Nationen versammelten sich erstmals in München, da der frühere Messestandort Freiburg den stark angestiegenen Besucher- und Ausstellerströmen nicht mehr standhielt.
Vor dem Hintergrund der des stetig wachsenden Photovoltaikmarktes stellten über 1.000 Aussteller neue Technologien und die damit verbundenen Wachstumschancen umfassend vor. Branchenkenner, wie die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft, rechnen 2008 mit Umsatzzuwächsen bis zu 40 Prozent, vor allem bei Solarthermie. Die steigende Nachfrage ist in besonderem Maße den stark den gestiegenen Energiepreisen zuzurechnen.
Diese äußerst positiven Prognosen werden durch die aktuelle Klimapolitik der Bundesregierung weiter verstärkt. Angehobene staatliche Zuschüsse für Kühlung bzw. Heizung mit Solarenergie sollen den Markt für Solarthermie-Anlagen beflügeln und der Industrie größere Anreize für Investitionen liefern. Der günstigen Situation für Solarthermie steht der Fördermittelabbau bei Photovoltaik-Anlagen gegenüber, deren Marktchancen dadurch jedoch nicht geschwächt werden wird, im Gegenteil: „Mit dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz, Anm. der Redaktion) hat die Photovoltaik eine Basis, die den Druck in Richtung Innovation und Kostensenkung erhöht […]“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei seiner Rede zur Integrierten Klimapolitik.
Neue Technologien und innovative Ansätze waren auch bei dieser Intersolar zentrale Themen: Zahlreiche Podiumsdiskussionen luden diesbezüglich zum Ideenaustausch auf hohem Niveau ein. Unter anderen wurde die Kongress-Serie „Solar Summit Freiburg“ vorgestellt, bei der so renommierte Institutionen wie das Fraunhofer-Institut für den wissenschaftlich-technischen Input sorgen.
Obwohl die wachsende Industrie um solarbetriebene Heizungs- und Kühlsysteme durch hohe Subventionen als Zukunftsmarkt gilt, waren auf der Intersolar nur wenige Hersteller dieser Sparte anwesend. Die Veranstalter konnten sich diesen Umstand nur durch die Frankfurter Messe ISH im nächsten Jahr erklären. Auch Andreas Hornung der Category Manager für Haustechnik bei HAGEMEYER, legt dies nahe: „Von Installateuren, die solche Anlagen verbauen, wird die Internationale Sanitär- und Heizungsmesse erfahrungsgemäß klar bevorzugt.“
Insgesamt spiegelte das Ergebnis der Intersolar die aktuelle Branchensituation jedoch angemessen wider: Mit deutlich gestiegenen Besucher- und Ausstellerzahlen, einer viel größeren Ausstellungsfläche und einem hohen Grad an Internationalität können die Veranstalter sehr zufrieden sein.